Die Situation auf Mallorca
Mallorca empfängt über 15 Millionen Touristen pro Jahr bei einer Einwohnerzahl von knapp 900.000. Die Folgen sind spürbar: Wasserknappheit, überfüllte Strände, steigende Mietpreise für Einheimische, Verkehrschaos auf den Küstenstraßen. Die Anti-Tourismus-Proteste von 2025 haben das Thema auf die internationale Agenda gebracht.
Das bedeutet nicht, nicht mehr nach Mallorca zu fahren. Es bedeutet, besser zu fahren.
Reisezeit: der einfachste Beitrag
Wer im Mai, Juni, September oder Oktober reist, verteilt die Belastung. Diese Monate sind ohnehin angenehmer – angenehme Temperaturen, weniger Betrieb, günstigere Preise. Wer flexibel ist, wählt automatisch die nachhaltigere Option.
Der Hochsommer (Juli–August) konzentriert Millionen Touristen auf einen kurzen Zeitraum. Dasselbe Erlebnis im Juni kostet weniger, ist ruhiger, und schont die Infrastruktur.
Lokal kaufen, lokal essen
- Wochenmärkte statt Supermarkt: Sobrassada, Oliven, Käse und Gemüse direkt vom Produzenten. Unterstützt die lokale Landwirtschaft, schmeckt besser, kostet ähnlich.
- Lokale Restaurants: Restaurants, in denen Einheimische essen, statt Touristenfallen mit Foto-Menüs. Das Geld bleibt auf der Insel.
- Handwerk statt Souvenirs: Mallorquinische Keramik, Lederwaren aus Inca, lokaler Wein – anstatt in chinesischen Importhändlern.
Strände respektvoll nutzen
- Naturschutzgebiete respektieren: Es Trenc, Cala Mondragó, Naturpark Llevant – keine Lager abseits der Wege aufschlagen, keine Pflanzen beschädigen.
- Müll mitnehmen: Klingt selbstverständlich, ist es nicht. Auch Zigarettenkippen und Sonnencreme-Reste schaden dem Meeresökosystem.
- Weniger besuchte Strände wählen: Es gibt Hunderte schöner Buchten – nicht alle müssen an denselben fünf Hauptstränden landen.
- Keine mineralische Sonnencreme: Chemische UV-Filter schädigen Korallen und Meereslebewesen. Mineralische Alternativen (Zinkoxid) sind besser.
Transport & Mobilität
- Öffentliche Busse (TIB): Für Ausflüge nach Alcúdia, Porto Cristo, Sóller – kein Mietwagen nötig. Günstiger, entspannter, weniger CO₂.
- Mietwagen teilen: Wenn Mietwagen, dann möglichst mit anderen. Mallorca ist kompakt – Fahrgemeinschaften funktionieren gut.
- E-Bike: Für Tagestouren innerhalb einer Region oft besser als das Auto.
Aktivitäten mit Verantwortung
Nicht alle Aktivitäten sind gleichwertig. Geführte Touren mit lokalen Anbietern wie Civitatis unterstützen direkt die lokale Wirtschaft. Bootstouren mit zertifizierten Unternehmen halten Abstand zu Walschutzgebieten. Wandertouren mit lokalen Guides kennen die offiziellen Wege und Schutzgebiete.
🌱 Aktivitäten mit lokalen Anbietern
Alle Aktivitäten auf unserer Seite laufen über Civitatis – ein europäisches Unternehmen, das mit lokalen Guides und Anbietern arbeitet.
Aktivitäten entdecken →